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Ablass - eine Ohrfeige für Christus Laut dem Papst ist der Ablass "eines der wesentlichsten
Elemente des Jubiläumsereignisses". Jeder der Pilger, der diese Pforte
durchschreitet, soll vollste Vergebung seiner Sündenstrafen erlangen.
Auch für seine verstorbenen Angehörigen könne man dies vollbringen.
Dahinter steckt offensichtlich das Bild eines strafenden Gottes, der durch bestimmte äußere Bußübungen an ganz bestimmten Orten "besänftigt" werden kann. Das ist aber nicht christlich, sondern heidnisch. Denn Jesus lehrte den Gott der Liebe, nicht den der Strafe.
Als Papst Johannes Paul II. im November 1994 das "Jubeljahr 2000" ankündigte, bezog er sich dabei ausdrücklich auf die Jubeljahre, die im Alten Testament bei Mose erwähnt werden. Doch ist dieser Vergleich gerechtfertigt? Wie sah so ein Jubeljahr im alten Israel aus? Alle 50 Jahre, so lesen wir es bei Mose, sollten die Israeliten alle Felder und alles sonstige Eigentum an Boden an die ursprünglichen Besitzer zurückgeben. So wurde einer Macht- und Besitzkonzentration in wenigen Händen immer wieder entgegengewirkt. Zusätzlich sollten die Juden sich alle sieben Jahre gegenseitig alle Schulden erlassen. Die durch Verschuldung und Zinsknechtschaft zu Taglöhnern herabgesunkenen Bauern wurden aus ihrer Abhängigkeit befreit. Dadurch wurde die Kluft zwischen Arm und Reich, die sich in kapitalistischen Wirtschaftssystemen bis heute immer wieder bildet, verringert. Auch an die Natur wurde gedacht: Das Ackerland durfte sich nach jeweils sieben Jahren für ein Jahr ausruhen und Kraft sammeln. Welche dieser Jubelereignisse praktiziert die Kirche heute? |
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Freie Christen für den Christus der Bergpredigt, Dieter Potzel, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld