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Mörderische Wurzeln Woher kommt das Morden? |
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Die Ideologie, die solche Verbrechen ermöglicht, wurde von den beiden Amtskirchen bis heute nicht widerrufen. Von der Öffentlichkeit weitgehend unbemerkt, verlangt die Katholische Kirche auch heute z. B. die Anerkennung des Alten Testaments als „unaufhebbarer Teil der Heiligen Schrift“, in denen viele Tötungsaufrufe enthalten sind. Dort wird verlangt, dass sittliche Verfehlungen wie z. B. Ehebruch mit der Todesstrafe zu ahnden sind (3. Mose 20, 10). Ebenso brutal sei in anderen Fällen sittlicher Vergehen zu verfahren - insbesondere auch bei Ungehorsam gegen das Wort eines Priesters. Einige Beispiele: „Ein Mann, der mit der Frau seines Nächsten die Ehe bricht,
wird mit dem
Tod bestraft, der Ehebrecher samt der Ehebrecherin.“ „Wenn ein Mann einen störrischen und widerspenstigen Sohn
hat, der nicht auf die Stimme seines Vaters und seiner Mutter hört,
... sollen alle Männer der Stadt ihn steinigen und
er soll sterben.“
„Ein Mann aber, der so vermessen ist, auf den Priester,
der dort steht, um vor dem Herrn, deinem Gott, Dienst zu tun, oder auf
den Richter nicht zu hören,
dieser
Mann soll sterben.“ „Männer oder Frauen, in denen ein Toten- oder ein Wahrsagergeist
ist, sollen mit dem Tod bestraft werden.
Man soll sie steinigen ...“ „Wenn sich die Tochter eines Priesters als Dirne entweiht,
so entweiht sie ihren Vater:
sie
soll im Feuer verbrannt werden.“ „Jeder, der seinen Vater oder seine Mutter verflucht,
wird mit dem Tod bestraft.“ „Ein Mann, der mit einer Frau während ihrer Regel schläft
...
sollen beide
aus ihrem Volke ausgemerzt werden.“ „Schläft einer mit einem Manne, wie man mit einer Frau
schläft, dann haben sie eine Gräueltat begangen; beide werden
mit
dem Tod bestraft.“
Obwohl deutlich ist, dass solche Aussagen nicht aus dem göttlichen Geist hervorgegangen sein können und obwohl die Aussagen von Mose ganz offensichtlich nachträglich von Schriftgelehrten verfälscht wurden (sie widersprechen z. B. klar der Botschaft der Gottespropheten im Alten Testament), halten beide Amtskirchen daran fest, dass die Bibel in ihrer Ganzheit von Gott inspiriert sei. Auch die oben aufgezählten Forderungen sind also nach katholischem Katechismus inspiriertes Wort Gottes und damit verbindlich. Wörtlich heißt es dort: „Das Alte Testament ist ein Teil der Heiligen Schrift, der nie aufgegeben werden kann. Seine Bücher sind von Gott inspiriert und behalten einen bleibenden Wert, denn der Alte Bund ist nie widerrufen worden.“ (Nr. 140)
In der Zeit nach Mose wurden Altäre gebaut und Tieropfer dargebracht. Menschen wurden
einzeln gesteinigt, verbrannt etc. Doch unter der Geltung des Neuen
Testaments kamen durch die Inquisition die Gräueltaten und Verbrechen
von Priesterschaft und Klerus erst richtig
zum Tragen. Da wurden Altäre aus Holz gebaut und Menschen (auch Frauen,
Kinder und Greise) dutzendweise gefoltert und verbrannt. Auch hier gibt
der Katholische Katechismus eine Erklärung:
Der bekannte Kirchenhistoriker Karlheinz Deschner schrieb: „Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die ... Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche” (Die beleidigte Kirche, Freiburg 1986, S. 42 f.). Und deshalb heißt es auch in der Offenbarung des Johannes in der Bibel: „Ziehet aus von ihr, mein Volk, dass ihr nicht teilhabt an ihren Sünden und nichts empfangt von ihren Plagen!” (18, 4) |
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Freie Christen für den Christus der Bergpredigt, Dieter Potzel, Max-Braun-Straße 2, 97828 Marktheidenfeld